Unsere Schirmherrinnen – meet (Bw)

Frauen stärken die Truppe, nicht nur mit Kompetenz, sondern vor allem mit Mut und Perspektive!
Es ist mir eine außerordentliche Freude die Schirmherrschaft für das meetB(w)-Netzwerk übernehmen zu dürfen.
Noch immer sind Frauen in der Truppe unterrepräsentiert. Das müssen und werden wir ändern, denn: Wer für unser Land Verantwortung trägt, verdient gleiche Chancen, gleiche Sichtbarkeit und vollen Rückhalt, unabhängig vom Geschlecht. Die Bundeswehr steht aktuell vor großen Herausforderungen, sowohl personell als auch strukturell. Frauen sind Teil der Lösung. Sie bringen nicht nur essenzielle Kompetenzen in die Truppe, sondern auch, Perspektiven und herausragendes Engagement, die für die Sicherheit unserer Streitkräfte unverzichtbar sind.
Genau für diese Gleichberechtigung steht das meetB(w)-Netzwerk, um Frauen Mut zu machen und einen Raum für diese Themen zu schaffen. Mir selbst ist es ein besonderes Anliegen, dieses Vorhaben mit voller Kraft zu unterstützen.
Ich engagiere mich für eine Bundeswehr, in der Frauen gleichberechtigt wirken, führen und Vorbilder sein können. Denn eine moderne Armee braucht die Stärke vielfältiger Perspektiven.
Ihre Dr. Marie Agnes Strack-Zimmermann

Wir freuen uns sehr, Siemtje Möller, MdB, als zweite Schirmherrin von meet B(w) an unserer Seite zu wissen.
Siemtje Möller steht für Verantwortung, Haltung und einen offenen Dialog – insbesondere in sicherheits-, verteidigungs- und gesellschaftspolitischen Fragen. Als Bundestagsabgeordnete bringt sie langjährige politische Erfahrung und ein klares Verständnis für die Bedeutung von Gleichstellung, Teilhabe und moderner Organisationskultur mit.
Ihr Engagement macht deutlich:
Gleichstellung ist kein Randthema, sondern eine gemeinsame Führungsaufgabe. Gerade in einer Institution wie der Bundeswehr braucht es Vorbilder, die Verantwortung übernehmen, Strukturen reflektieren und Veränderung aktiv begleiten.
Als Schirmherrin unterstützt Siemtje Möller das Anliegen von meet B(w), Frauen zu vernetzen, sichtbar zu machen und Räume für Dialog, Verantwortung und Kooperation zu schaffen – für eine Bundeswehr, in der niemand leise gehen muss.
Mit ihrer Unterstützung setzen wir ein weiteres starkes Zeichen: für Vernetzung, für Haltung und für nachhaltigen Kulturwandel.

Endlich gibt es meet B(w), die Plattform für ein Netzwerk von Frauen für Frauen in den Streitkräften.
Als ich in die Bundeswehr eintrat gab es nur im Sanitätsdienst weibliche Sanitätsoffiziere, die aber erst nach dem Studium in die Bundeswehr eintreten konnten. Es gab noch keine Elternzeit, keine Teilzeit, kein mobiles Arbeiten, über Gleichstellung von Soldatinnen wurde nicht gesprochen.
Nach der Öffnung der Sanitätsoffizieranwärterlaufbahn für Frauen 1989 und der Laufbahn für weibliche Unteroffiziere im Sanitätsdienst 1992 stieg der Frauenanteil und Fragen nach Vereinbarkeit von Familie und Dienst ebenso wie nach Teilzeitmöglichkeiten wurden mehr. Es wurde die Ansprechstelle für spezifische Fragen weiblicher Soldaten eingerichtet.
Anderes Jahrhundert, andere Zeiten… Strukturell hat sich nach der Öffnung aller Laufbahnen für weibliche Soldaten in den Streitkräften im Jahr 2001 unglaublich viel getan: Elternzeit, Teilzeit, mobiles Arbeiten, Erlasse und Regelungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zum Umgang mit weiblichen Soldaten und vieles mehr.
Dennoch musste ich in den vielen Verwendungen, die ich bis zuletzt durchlaufen habe, erleben, dass die Akzeptanz und die Anerkennung der Leistungen von Soldatinnen eher freundlich zurückhaltend waren und häufig von Skepsis und manchmal auch von Missgunst begleitet wurden. Für die zivilen Mitarbeiterinnen der Streitkräfte kann ich an dieser Stelle natürlich nicht sprechen, auch wenn ich davon ausgehe, dass es ähnliche Erfahrungen gibt.
Das Thema frauengerechte Uniformteile ist ein Dauerbrenner, ebenso wie das Thema eines passgerechten Dienstanzugs und einer eleganten Abenduniform. Das ganzheitliche Thema der Frauengesundheit war bisher eine Randerscheinung. Unverständlich, denn diese Themen sind immanent für die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr und sollten im Interesse der politischen Leitung liegen.
Ich wünsche mir, dass die lebhaften Diskussionen, die geplanten Workshops und Studien von meet B(w) nicht nur zu einem intensiven „networking“ führen, sondern auch zu einer größeren Sichtbarkeit und Akzeptanz, und letztendlich auch zu effektiven Lösungen.
Daher unterstütze ich die Initiative von meet B(w) und freue mich dabei zu sein!
