ZUSAMMEN für mehr Sichtbarkeit und Unterstützung in der Bundeswehr

Die Ansprechstelle für Transgenderangelegenheiten stellt sich vor!

Die Bundeswehr als Arbeitgeber und Organisation sieht sich – wie viele moderne Institutionen – mit der Herausforderung konfrontiert, ein vielfältiges und diskriminierungsfreies Umfeld zu schaffen. Ein wichtiger Baustein dafür ist die Ansprechstelle für Transgenderangelegenheiten, insbesondere im Sanitätsdienst, wie es im Bericht der Wehrbeauftragten dokumentiert wurde. Diese Ansprechstelle ist seit dem 01.09.2025 im Zentrum Innere Führung in Koblenz verortet und für die gesamte Bundeswehr zuständig.

Die Arbeit der Ansprechstelle für Transgenderangelegenheiten der Bundeswehr wird von meet B(w) ausdrücklich und mit voller Überzeugung unterstützt. Als Netzwerk starker Frauen in der Bundeswehr setzt sich meet B(w) für Sichtbarkeit, Wertschätzung und Gleichstellung ein – unabhängig von Status, Laufbahn, Uniform oder ziviler Funktion.

Hier geht es um Solidarität mit Haltung – nicht Symbolik!

Transgender-Angehörige der Bundeswehr brauchen keine Sonderrolle, sondern klare Ansprechpartner:innen, verlässliche Strukturen und Rückhalt. Genau hier setzt die Ansprechstelle an – und genau hier steht meet B(w) solidarisch an der Seite aller Betroffenen.  Unsere Unterstützung versteht sich nicht als Lippenbekenntnis, sondern als aktive Haltung: zuhören, vernetzen, sichtbar machen – und dort Position beziehen, wo Menschen Unterstützung brauchen.

Eine moderne Bundeswehr lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen – füreinander. Die Ansprechstelle für Transgenderangelegenheiten ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. meet B(w) steht klar dahinter.

Doch was wird getan? 

Es gibt die Ansprechstelle für Transgenderangelegenheiten. Sie leistet ein offizielles Beratungs- und Unterstützungsangebot innerhalb der Bundeswehr für Betroffene und Interessierte. Sie richtet sich an alle Angehörigen der Bundeswehr, die Fragen oder Anliegen rund um Geschlechtsidentität, Transition oder trans*-bezogene Themen haben – unabhängig davon, ob es sich um zivile oder militärische Angehörige handelt.

Die wunderbare Claudia ist mit Herz und Leidenschaft bei der Arbeit (c) Foto by Daniela Skrzypczak

Stabshauptmann Claudia Schalling hat sich dieser Aufgabe verschrieben und fungiert als Ansprechperson für Transgenderangelegenheiten. Sie nimmt jeden Anruf entgegen. Sie steht sowohl für persönliche Beratung als auch für die Vernetzung mit Gleichstellungsbeauftragten und medizinischen Diensten zu dieser speziellen Fragestellung zur Verfügung. Ein zentrales Anliegen von Schalling ist die Stärkung dieser Stelle als festen Dienstposten – also eine dauerhafte, institutionell verankerte Aufgabe, statt nur einer im Augenblick temporären Funktion. 

Was tut die Ansprechstelle?

Die Ansprechstelle bietet Unterstützung bei Themen wie:

  • Informationen zur Transition innerhalb der Bundeswehr.
  • Fragen zur medizinischen Versorgung und ärztlichen Begleitung.
  • Austausch zu persönlichen Erlebnissen oder Schwierigkeiten im Dienst, dies auch für Vorgesetzte.
  • Unterstützung bei der Vernetzung mit weiteren Beratungs- und Unterstützungsangeboten.

Die Stelle wirkt gleichzeitig als Vermittlerin zwischen Betroffenen, Gleichstellungsbeauftragten und allen Angehörigen der Bundeswehr, um Barrieren abzubauen und Sichtbarkeit für trans*-Themen zu schaffen. Sie nimmt Berührungsängste und schafft eine stabile Informationsbasis!

Warum ist das wichtig?

Obwohl Menschen mit unterschiedlicher geschlechtlicher Identität in Deutschland rechtlich Schutz vor Diskriminierung genießen und transgender Personen im zivilen Bereich zunehmend Anerkennung finden, bleibt das Thema in vielen Institutionen – darunter auch der Bundeswehr – ein sensibles Feld. In militärischen Strukturen kann es zusätzliche Herausforderungen geben, etwa im Hinblick auf medizinische Versorgung, Dienstkleidung oder Unterbringung. Eine spezialisierte Ansprechstelle schafft hier niedrigschwellige Unterstützung und Raum für offene Gespräche und individuelle Regelungen.

Die Bundeswehr hat in den letzten Jahren verschiedene Initiativen zur Förderung von Vielfalt und gegen Diskriminierung gestartet. Offizielle Ansprechstellen wie diese sind ein konkreter Schritt, um trans*-Angehörige besser zu begleiten, ihre Bedürfnisse sichtbar zu machen und strukturelle Hürden abzubauen. 

Ihre Geschichte und noch mehr wunderbare Fotos >> Claudia Schalling – Gesichter des Lebens ?.

Im Bundeswehr – Wiki findet ihr Ihre zentrale Ansprechseite!

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