Unter dem Motto „meet B(w)“, einem Synonym für „Treffen bei der Bundeswehr“, und in enger Kooperation mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) und der Sanität, stand der 9. März 2026 in Köln ganz im Zeichen von Information, Austausch und Empowerment.



| Als fürsorgeorientierter Arbeitgeber und dem eigenen Ziel den Anteil der Frauen in den Streitkräften auf 20% zu erhöhen, gibt es aus unserer Sicht mind. 23.500 gute Gründe für die Frauen in der Bundeswehr mehr zu tun. Der Beruf einer Soldatin fordert einem mehr ab als jeder andere. Das gilt es ernst zu nehmen und zu berücksichtigen. Austausch und Vernetzung im Mittelpunkt Der Internationale Frauentag, der weltweit am 8. März begangen wird, bildete hierfür den idealen Rahmen, um die Themen Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Frauenrechte aktiv in den Dienstalltag zu integrieren. Die Veranstaltung bot Raum für Begegnung, Gespräche und gegenseitige Unterstützung. Soldatinnen und zivile Mitarbeiterinnen nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen und neue Kontakte zu knüpfen. Besonderes Augenmerk lag auf dem Forum meet B(w). Als lebendiges Netzwerk „von Frauen für Frauen“ innerhalb der Bundeswehr verfolgt die Initiative ein klares Ziel, Sie möchte Frauen in den Streitkräften binden, sichtbarer machen, den informellen Austausch fördern und ein starkes solidarisches Fundament schaffen. Durch gezielte thematische Fokussierung sollen gezielt Frauen in der Bundeswehr angesprochen werden, die auch als Vorbilder den Beruf der Soldatin aber auch Arbeitnehmerin und Beamtin in den Streitkräften vertreten. Der Arbeitgeber Bundeswehr steht vor vielfältigen personellen Herausforderungen – klar ist, die Frauen wollen mitwirken und diesen Herausforderungen stark begegnen. Dafür muss die Bundeswehr auch Möglichkeiten schaffen, sich gegenseitig zu unterstützen über Grenzen hinweg. Veranstaltungen wie diese schaffen die Möglichkeit, über Herausforderungen offen zu sprechen, voneinander zu lernen und neue Perspektiven zu gewinnen. Fachlicher Impuls zur Gesundheit, Bewegung und Stärkung der Handlungsfähigkeit Gerahmt wurde die Veranstaltung von Frau OFA Dr. med. G. vom Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe und Frau OFA Dr. med. K. vom SanVersZentr Strausberg. Die beiden Expertinnen beleuchteten in den Fachvorträgen, komplexe Themen wie Schilddrüsenerkrankungen und die Wechseljahre sowie Einsatzfähigkeit durch gesunde und ausgewogene Ernährung. Dabei räumte Frau OFA K. mit Ernährungsmythen auf, die durch bspw. Influencer gerne vermarktet werden. Es wurde sehr schnell deutlich das das Interesse an den Themen riesig ist und Bedarf an Wiederholung besteht. Information und medizinische Aufklärung mit einer gesunden Portion Humor lässt sich gut verbinden. Einen weiteren wichtigen Impuls gab es von der Hinweisgeberstelle der Bundeswehr, vertreten durch RDir´in R. zu der Umsetzung der Wistleblower Richtlinie bei der Bundeswehr. Ein echtes AHA-Erlebnis für die ein oder andere Teilnehmerin im Umgang mit Mobbing, diskriminierendes Verhalten und sexualisiertem Fehlverhalten. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement vertreten durch den BeaBGM Herrn H Alexander H. und Herrn L Lukas K. am StO Köln-Wahn stellte das „System BGM“ vor und die dienstlichen Möglichkeiten die der Dienstherr dazu bietet. Abschluss machte eine Atemübung zur Stressregulation aus dem Pilates, die durch Frau H Jennifer F. und Frau HF Victoria P. mit der die Veranstaltung ein entspanntes Ende fand. Pilates wird ab dem 20. April am StO Köln-Wahn auch über BGM angeboten und steht den Angehörigen der Bundeswehr zur Teilnahme offen. Weitere Informationen finden sich auf der Wiki-Seite des BGM Köln-Wahn. Sichtbarkeit und Gemeinschaft Neben dem fachlichen Input stand vor allem eines im Mittelpunkt, die Sichtbarkeit von Frauen aus allen Bereichen der Bundeswehr. Das Treffen zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Netzwerke und gegenseitige Unterstützung sind, sowohl im beruflichen Alltag als auch darüber hinaus. Der Weltfrauentag erinnert daran, dass Gleichberechtigung kein abgeschlossener Prozess ist, sondern eine gemeinsame Aufgabe bleibt. Veranstaltungen wie diese leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Frauen zu stärken, Erfahrungen sichtbar zu machen und neue Impulse zu setzen. Im Sinne der Kameradschaft und Kollegialität und getreu dem Motto #strongertogether steht im Forum meet B(w) der Mensch und hier speziell die Frauen der Bundeswehr mit und ohne Uniform mit all ihren Stärken, Fähigkeiten und der ganz individuellen Motivation im Mittelpunkt. Wir können viel voneinander lernen und der Blick über den sogenannten „Tellerrand“ kann Perspektiven erweitern und die Qualität unseres gemeinsamen Handelns erweitern. Ein starkes Zeichen Der Tag in Köln machte deutlich, Frauen in der Bundeswehr sind vielfältig, engagiert und müssen gut vernetzt werden. Mit Initiativen wie dem Forum meet B(w) entstehen Räume, in denen Austausch, Unterstützung und Inspiration möglich werden um die Bundeswehr im inneren zu stärken. Gerade in einer so großen Organisation wie der Bundeswehr, in der Frauen in vielen Bereichen noch immer unterrepräsentiert sind, spielt Vernetzung eine besondere Rolle. |
