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Ernährung

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Veranstaltungen für April 7, 2026

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Copyright © 2026 meet B(w)

Kontaktaufnahme

Statement Kapitän zur See Axel Schrader

Als ich 2014 Kommandeur des 3. Minensuchgeschwaders wurde, hatte ich die Ehre und Freude, die beiden ersten Kommandantinnen der Marine in meinem Verband zu haben. Inka von Puttkamer und Helena Linder-Jeß waren die beiden ersten „Alten“. Und noch mehr hatte es mich gefreut, dass Ihnen viele Frauen an Bord unserer Minenjagdboote gefolgt waren. Mir war wichtig, dass die ersten Kommandantinnen nicht als „Unwucht“ in der Geschichte der Marine gesehen werden konnten.
Heute, 12 Jahre später, habe ich viele Frauen führen dürfen und habe dabei vor allem eines erfahren können: Frauen sind genauso gut wie ihre männlichen Kameraden! Bin ich über die Erkenntnis überrascht? Nein, natürlich nicht. Vielmehr befremdet es mich aber immer wieder, wenn ich von Frauen-Initiativen in den Streitkräften höre. Nicht, weil ich dafür kein Verständnis hätte. Sondern weil ich nicht nachvollziehen kann, warum das 2026 noch notwendig ist. Frauen haben fast alle Positionen erklommen, die möglich sind – es fehlt nur noch die erste Generalinspekteurin, also die erste Vier-Sternerin. Und trotzdem hält sich in vielen Bereichen das Gerücht, Frauen seinen schlechter, hält sich der Irrglaube, Männer sei per se besser. Was für ein Blödsinn.
Ich unterstütze mit Nachdruck alle Initiativen, die die Chance für weibliche Soldaten in der Bundeswehr erhöhen. Aber ich freue mich auch auf den Tag, wo wir diese nicht mehr brauchen, weil es ganz normal und natürlich ist, dass die Guten, die Tüchtigen, die Menschenzugewandten, die Kreativen, die Innovativen, die Verantwortungsvollen, die Entscheidungsfreudigen, die Vertrauensvollen, die Empowernden gefördert werden. Weil sie es verdienen. Egal, welches Geschlecht sie haben!

Statement Oberleutnant zur See d.R. Matthias Foraita

Ich erlebe Soldatinnen längst nicht mehr als nur „mit dabei“ – sie sind ein entscheidender Erfolgsfaktor:

Ihre Perspektiven, Führungsstile und Kompetenzen erweitern das militärische Denken, schaffen Synergien und steigern die Leistungsfähigkeit der Bundeswehr.

Für mich ist: „Vielfalt ist kein Nice-to-have, sondern ein wichtiger, über die Bundeswehr hinausgehender, Erfolgsfaktor für unser gesellschaftliches Miteinander und unsere Resilienz.“

Ich bin fest der Meinung, dass das gleichberechtigte Einbringen der Fähigkeiten von Frauen und Männern die Bundeswehr resilienter, professioneller und zukunftsfähiger macht – Seite an Seite, in jedem Berufsfeld, in jeder Lage.

Statement Oberstleutnant dR Dr. Thomas Wanninger

General Adolf Graf von Kielmansegg schreibt 1971, dass die Innere Führung der Bundeswehr auf die Kämpfer der Streitkräfte konstruiert sein muss. Ein Speer ist auch auf die Spitze hin konstruiert und nicht auf den Schaft. 

Um Wucht und Wirkung zu erzielen, müssen alle Kräfte gesehen werden. Frauen in der Bundeswehr sind nicht einfach dabei, sie bringen Fähigkeiten ein und stärken dadurch die Streitkräfte. Wir können und wollen darauf nicht verzichten.

Dies ist ein wichtiges Motiv in unseren Streitkräften zu dienen. Diesen und viele andere Gedanken haben wir 2025 im neuen Buch „Bundeswehr. Dienen wofür?“ mit insgesamt 12 Autorinnen und Autoren weiterentwickelt. 

Ohne Frauen sind unsere Streitkräfte nicht mehr vorstellbar. Gut so. 

Statement von OStFw Jürgen Görlich

Warum gerade wir Männer diese Initiativeunterstützen sollten?

Mein Motto war schon immer „Nicht quatschen, sondern machen!“ und genau das macht meet B(w) aus, bisher wurde immer nur über Gleichstellung von Mann und
Frau, von Soldatinnen und Soldaten, von weiblichen und männlichen Beschäftigten bei der Bundeswehr „gequatscht“ und nur wenig gemacht. Hier muss sich endlich
etwas ändern. Sich hinter Ausreden zu verstecken, muss ein Ende haben.

Wir brauchen dringend eine Aufarbeitung und eine Umsetzung, um den Dienst in den Streitkräften für alle Geschlechter attraktiv zu gestalten. Ich habe die ersten weiblichen Soldaten in der Truppe miterlebt, den Anstieg bei der Sanität und die Schwierigkeiten sich in einer Männerwelt zu behaupten. In der Sanität liegen wir mittlerweile bei 50% Frauenanteil. Das liest sich zuerst einmal sehr gut, aber dennoch sind damit die Probleme nicht aus der Welt. Unterbringung, sanitäre Einrichtungen und das tägliche Miteinander sind in Kasernen aus den 70er nicht leicht.

Bekleidung für Frauen, Gynäkologen und die Hygieneartikel für Frauen, sind in der Bundeswehr immer noch nicht selbstverständlich. Daher ist es gut, dass unsere Kameradinnen sich zusammentun, ein Netzwerk bilden und ihre Forderungen stellen und für die Umsetzung sorgen. Es wird einfach Zeit hier in der Bundeswehr tätig zu werden.

Jetzt fragt ihr euch sicher, warum ich bei diesem Projekt, diesem Netzwerk, dieser Frauenpower mithelfen möchte. Da ist dieser §12 im Soldatengesetz. Er spricht von Kameradschaft und ist für uns das Wichtigste, um im täglichen Dienst und im Einsatz zu überstehen. Dieser §12 ist geschlechterneutral und daher ist jede Soldatin und jeder Soldat eine Kameradin/ ein Kamerad. Als ehemaliger stellvertretender Bundesvorsitzender des Deutschen BundeswehrVerbandes war es meine Aufgabe mich für die Verbesserung in der Truppe einzusetzen. Als Ehrenvorsitzender bleibt aus meiner Sicht diese Aufgabe bestehen.

Als Mensch ist es mir wichtig, zu helfen und zu unterstützen und daher setze ich mich gerne bei meet B(w) ein.

Gemeinsam schaffen wir es, gemeinsam erreichen wir die gesetzen Ziele, für eine wirkliche Gleichberechtigung zwischen allen Geschlechtern in der Bundeswehr –
Wir alle sind Bundeswehr.

Statement Hauptfeldwebel Stephan N.

Gleichstellung ist in der Bundeswehr von zentraler Bedeutung. Frauen müssen die gleichen Rechte und Chancen haben, denn ohne Gleichberechtigung funktioniert unsere Truppe nicht. Jede Soldatin und jeder Soldat verdient denselben Respekt, dieselbe faire Behandlung und dieselben Aufstiegschancen – unabhängig von Geschlecht oder anderen Merkmalen.

Eine inklusive Truppe stärkt Teamwork, weil unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Ansätze besser miteinander harmonieren. Vielfältige Sichtweisen fördern Kreativität, Problemlösung und Innovation, was insbesondere in Einsätzen, Übungen und komplexen Planungen einen echten Unterschied macht. Gleichzeitig erhöht Vielfalt die Lernbereitschaft und Anpassungsfähigkeit der gesamten Einheit, was die Leistungsfähigkeit und Resilienz steigert.

Gleichstellung trägt außerdem zu mehr Vertrauen innerhalb der Truppe und gegenüber der Gesellschaft bei. Wenn sich alle sicher, respektiert und anerkannt fühlen, steigt die Motivation, Verantwortung zu übernehmen, sich weiterzuentwickeln und zum gemeinsamen Auftrag beizutragen. Eine faire Arbeitskultur mit gleichen Aufstiegschancen fördert langfristig Bindung, Motivation und Professionalität.

Ich unterstütze Gleichstellung ausdrücklich, weil sie wichtig und richtig ist. Sie eröffnet allen die Möglichkeit, ihr volles Potenzial einzubringen – unabhängig von persönlichen Merkmalen – und trägt zu einer menschenwürdigen Arbeitskultur, zu größerer Chancengleichheit in Karrierewegen und zu einer fairen Leistungsbewertung bei. Eine inklusive Bundeswehr ist effizienter, belastbarer und widerstandsfähiger gegenüber Herausforderungen auf allen Ebenen – organisatorisch, operativ und zwischenmenschlich.

Kurz gesagt: Gleichstellung ist kein add-on, sondern eine grundlegende Voraussetzung für Professionalität, Ethik und Erfolg unserer Einsätze und unserer Mission. Das gilt insbesondere für den Anspruch, dass Frauen die gleichen Rechte und Chancen haben müssen, denn ohne sie geht es einfach nicht.

Statement Hauptmann Kai M.

Warum ich mich bei meet B(w) engagieren möchte?
Weil mein gesamter Lebensweg mir gezeigt hat, dass echte Stärke und nachhaltiger Erfolg immer aus Zusammenarbeit entstehen.

Ich wurde von beiden Elternteilen geprägt und erzogen – von meinem Vater ebenso wie von meiner Mutter. Schon früh habe ich gelernt, dass unterschiedliche Perspektiven keine Schwäche sind, sondern eine Bereicherung. Diese Erfahrung hat sich auch in meiner Schulzeit bestätigt, in der mich Lehrerinnen und Lehrer gleichermaßen begleitet und unterstützt haben, sodass ich meinen Weg erfolgreich abschließen konnte.

In meinem privaten Leben habe ich gemeinsam mit meiner Frau unseren Sohn erzogen. Wir sind zusammen durch Höhen und Tiefen gegangen und haben Verantwortung partnerschaftlich getragen. Diese Zeit hat mir eindrücklich gezeigt, dass Gleichberechtigung nicht nur ein Ideal ist, sondern im Alltag gelebt werden muss, um zu funktionieren.

Auch in meiner über 30-jährigen Dienstzeit in der Bundeswehr habe ich erlebt, wie entscheidend Teamgeist ist – unabhängig davon, ob Kameraden oder Kameradinnen beteiligt waren. Besonders prägend waren dabei meine fünf Jahre als Einsatzoffizier im Büro einer militärischen Gleichstellungsbeauftragten. Dort habe ich Einblicke in strukturelle Herausforderungen, aber auch in konkrete Lösungsansätze für mehr Chancengleichheit erhalten.

Seit Juni 2015 engagiere ich mich ehrenamtlich im Bundesvorstand des VSB (Verband der Soldaten der Bundeswehr e.V.). Auch in diesem Verband, getragen von unserem Motto „Miteinander – Füreinander“, gehen wir alle Herausforderungen GEMEINSAM an.

Aus all diesen Erfahrungen heraus bin ich zu einer klaren Überzeugung gelangt: Es geht nur gemeinsam. Weder Geschlecht, noch Alter oder Religion entscheiden über den Wert eines Menschen oder seinen Beitrag – entscheidend ist allein der gemeinsame Wille, etwas zu erreichen und Verantwortung zu übernehmen.

Mein Ziel ist daher eine vollständige Gleichberechtigung auf allen Ebenen – ohne Einschränkungen und ohne Kompromisse. Ich möchte aktiv dazu beitragen, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln, Bewusstsein zu schaffen und ein Umfeld zu fördern, in dem jeder Mensch die gleichen Chancen erhält.

Statement Generalmajor Dr. Volker Pötzsch

Die nachdrückliche Forderung nach gelebter, echter Gleichberechtigung auch und gerade in den Streitkräften darf heutzutage keine Diskussionen mehr auslösen!

Gleichberechtigung zu unterstützen und zu leben müssen wir als Soldatinnen und Soldaten…

…als entscheidende Verpflichtung verstehen:

Sie ist zentrales Prinzip der Menschenrechte, nicht zuletzt auch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert und damit insgesamt ganz wesentlicher Teil dessen, was wir zu verteidigen geloben. Daneben ist sie aber auch grundlegender Teil von Kameradschaft.

…als unglaubliche Chance begreifen:

In meinen bisherigen 33 Jahren in der Bundeswehr hatte ich das große Glück, häufig sehr diverse Teams führen zu dürfen. Diese Vielfalt war stets wesentlicher Garant für Leistungsfähigkeit, Flexibilität und auch Resilienz. Erst aus dem gleichberechtigten Zusammenspiel unterschiedlicher Geschlechter, Perspektiven, Hintergründe und sozialer wie fachlicher Erfahrungshorizonte entstand häufig ein wirklich umfassendes Gesamtbild, ohne das komplexe Aufträge gar nicht erfüllbar waren und sind.

…ohne Wenn und Aber etablieren:

Gelänge das nicht, würden wir nicht nur enorme Möglichkeiten vergeben, sondern – und das ist aus meiner Sicht viel wichtiger – als Kameradinnen und Kameraden und gerade als Vorgesetze in unserer vielleicht wichtigsten Aufgabe versagen: für die Menschen um uns herum da zu sein!

Ich erwarte daher aus tiefster persönlicher Überzeugung, dass wir Gleichberechtigung nicht nur im Munde führen, sondern aktiv dazu beitragen, sie tagtäglich Realität werden zu lassen. Wirklich gelebte und realisierte Gleichberechtigung muss ganz besonders für Führungspersönlichkeiten Herzensanliegen sein!

Ich empfinde daher große Anerkennung für das Engagement der Kameradinnen der Inititative meet B(w) Ein solches Netzwerk neben den dienstlichen Aufgaben aufzubauen und immer stärker mit Leben und Aktionen, wie etwa dem Mentoring, zu füllen, ist absolut bewundernswert.

Andererseits würde ich mich aber noch mehr freuen, wenn wir in möglichst nicht allzu ferner Zukunft gemeinsam einen Zustand erreichen könnten, in dem solche Initiativen schlicht nicht mehr notwendig sein werden.

Wenn ich dazu und bis dahin als male-ally einen Beitrag leisten darf, wäre es mir eine große Ehre!

Statement Oberst i. G. Jürgen Schweiger

Mein Name ist Juergen Schweiger und ich bin der Kommandeur der IT-Truppen der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum. Derzeit befinde ich mich seit Oktober 2025 im Einsatz und ich moechte mich in diesem Gastbeitrag fuer das Engagement der Frauen des Netzwerks meet B(w) bedanken und diese auch in ihrem Wirken unterstuetzen, bekraeftigen und mich auch mit ihnen solidarisieren.

In meiner Karriere bei der Bundeswehr habe ich viele Positionen, Funktionen, Dienststellen an unterschiedlichen Orten in Deutschland durchlaufen.

Waehrend dieser Zeit war ich auch in einsatzgleichen Verpflichtungen oder im Einsatz im Rahmen der NATO oder Vereinten Nationen, sei es in Afghanistan, Mali, Suedsudan, Zentralafrikanische Republik etc.

Damit aber genug von mir und meinem persoenlichen Hintergrund, gilt dieser Beitrag ja den Frauen des Netzwerks meet B(w) und ihrem Wirken in unserer Aller Bundeswehr.

Ich werde von meinem aktuellen Dienstposten in Deutschland und schon gar nicht von meinem Einsatzort aus viel zum Erreichen der Zielvorgaben von 20 % Frauenanteil in den Teilstreitkraeften und 50 % im bisherigen Sanitatsdienst beitragen koennen. Ebenso wenig wie an dem ambitionierten eigenen Ziel von meet B(w) von +/- 30 % Frauenanteil in der Bundeswehr.

Was ich aber kann, ist von meinen Erfahrungen, Beobachtungen und Begegnungen zu berichten.

Soldatinnen wie Soldaten leisten ihren treuen Dienst fuer Deutschland. Es gibt gute, weniger gute, sehr leistungsfaehige und weniger leistungsfaehige Soldatinnen und Soldaten bei der Bundeswehr. Das duerfte nicht ueberraschen und ist auch teils begruendbar, wenn man die individuellen und naeheren Umstaende und Rahmenbedingungen betrachtet.

Verwunderlich, unverstaendlich und schon gar nicht akzeptabel sind die teils immer noch auftretenden Vorurteile und Klischees und die damit auch verbundenen Benachteiligungen fuer Soldatinnen bei der Bundeswehr.

Ich habe diese nie verstanden, zaehlt doch der Mensch, dessen Werteordnung, dessen Einstellung, die Charaktere, die erbrachte Leistung, der Mut, das Wirken und ja, auch die Tapferkeit des Individuums und nicht die Haarfarbe, Hautfarbe, das Geschlecht, die sexuelle Orientierung.

So habe ich eine Stabsoffizierin als Sachgebietsleiterin gesehen, die als Alleinerziehende Unglaubliches geleistet hat, wo ich mich immer gefragt habe, wie schafft diese Frau das und natuerlich wurde diese Leistung gesehen und dementsprechend auch gewuerdigt.

Ebenso eine Kameradin, die neben ihrer eigentlichen, sehr umfangreichen und erfolgreichen Aufgabenwahrnehmung als Vorzimmerkraft unglaublich engagiert und erfolgreich im Rahmen BGM war, als Lotsin und in Nebenfunktion auch noch Sportoffizierin war, obwohl es nicht ihrem Dienstgrad entsprach. Sie hat das grosse Ganze gesehen und sich dort persoenlich engagiert, wo es notwendig war im Sinne der positiven Auftragserfuellung und der Angehoerigen des Verbandes.

Auch waehrend meiner Einsaetze war dies immer wieder gegenwaertig.

Sei es in der fuer uns zugeteilten polnischen Force Protection, wo eine Soldatin im noch maennerdominierten Umfeld professionell ihren Platz nicht nur aufgrund Dienstgrad beansprucht, sondern durch militaerisches Koennen, koerperlichen und geistigen Leistungswillen und –faehigkeit diesen Platz ohne Zweifel und Wiederspruch eingeraeumt wird.

Gerade jetzt kann ich auch wieder erleben, wie eine Soldatin im Einsatz, in einem nicht westlich gepraegten kulturellen Umfeld, trotz Rueckschlaegen, Enttaeuschungen und wahrscheinlich auch gefuehlter Hilflosigkeit gegenueber den vorherrschenden historisch bedingten Rahmenbedingungen, die halt mal so sind wie sie in diesem Land, jeden Morgen neu antritt. Antritt, weil sie den Eid geschworen hat, antritt weil sie das Pflichtbewusstsein dafuer hat, antritt um zu zeigen, ich lass mich nicht unterkriegen. Einfach wieder antritt, meinen tiefsten Respekt dafuer.

Sollte dies nicht anerkannt, respektiert und honoriert werden?

Die Antwort ist und war fuer mich immer schon auf der Hand liegend. Es sollte nicht – es muss, das ist wirklich Chancengleichheit. Das ist Bestenauslese und deren Foerderung. Das ist echte und wirkliche Kameradschaft.

Solche Persoenlichkeiten und ich spreche hier absichtlich nicht von Frau, Mann, sexuellen Orientierung, Aussehen, Abstammung etc., brauchen wir.

Frueher, jetzt und erst recht in der Zukunft, das ist meine persoenliche feste Ueberzeugung, die ich vertrete und warum ich meet B(w) unterstuetze, andere davon ueberzeugen und dafuer motivieren moechte dies auch zu tun.

Statement Oberst d.R. Jens H., Rechtsanwalt, Unternehmer

Eine starke Bundeswehr braucht die gebündelten Fähigkeiten von Frauen und Männer, um in Frieden und Krieg zu bestehen.

Diese Selbstverständlichkeit bin ich als Unternehmer gewohnt – sie ist Grundvoraussetzung für jeglichen Missionserfolg.

Als Reservist der Panzerartillerie, der ab 1980 noch weitestgehend ohne Frauen im Dienstalltag aufwuchs, durfte ich Frauen auf meinen Spiegeldienstposten einer Heeresdivision, als Abteilungsleiter im Einsatzführungskommando sowie als Dezernatsleiter beim DMV MC NATO/EU in Brüssel erleben und mit eingespielten Teams von Männern und Frauen Aufträge abarbeiten sowie Entscheidungsvorschläge gestalten.

Als Führungskraft ist es unser aller Verantwortung, für eine Normalität zu sorgen, in der Leistung, Kompetenz und Engagement unabhängig vom Geschlecht wahrgenommen, wertgeschätzt und gefördert werden. Dabei ist es unabdingbar, auch unterschiedlicheLebensbiographien von Männern und Frauen zu erkennen und in die Organisation des Dienstalltages auf allen Führungsebenen so zu integrieren, dass Auftragserfüllung und Einsatzfähigkeit gestärkt wird. Sehr empfehlen kann ich ein noch einzuführendes Cross-Mentoring durch zivile weibliche & zivile männliche Führungskräfte mit Dienstgrad der Reserve für Frauen & Männer der Bundeswehr – ich melde mich für Planung, Führungskräftegewinnung und Durchführung vorsorglich schonmal freiwillig!

Mit großer Freude unterstütze ich Initiativen wie meet B(w), die Frauen vernetzen, sichtbar machen und den Austausch fördern. Wertschätzung, Respekt und gegenseitige Unterstützung sind die Grundlage einer starken Kameradschaft. Dafür stehe ich.

Träger des Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland – Ausgestellt: Juni 2025

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Statement Brigadegeneral Rainer Simon

Warum es in den Streitkräften nur mit Männern und Frauen gemeinsam geht?

Im Grunde genommen ist das – meiner Meinung – einfach zu beantworten:

Wenn wir Soldaten und Soldatinnen aller Dienstgrade, dass was wir geschworen haben, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, genauso, in seiner Tiefe und Bedeutung, verstanden haben und auch versuchen nach bestem Wissen und Gewissen einzuhalten, dann sind Gleichberechtigung, Menschenwürde und humanistische Werte im Zentrum unseres Denkens und Handelns und kein Gegenstand einer Diskussion, Abwägung oder sogar Missachtung. Punkt.

So einfach könnte es sein. Ich stelle das mal als Prämisse voran.

Wir, die Streitkräfte dieses besten demokratischen Staates in unserer Geschichte, stehen in einer besonderen Verantwortung. Wir schützen nicht nur die territoriale Integrität und Sicherheit Deutschlands und seiner Verbündeten, sondern verkörpern zugleich auch die Werteordnung des Grundgesetzes, auf der dieses Gemeinwesen beruht. Dazu gehört unbestreitbar und fest verankert die Achtung der Menschenwürde, die Gleichberechtigung aller Geschlechter sowie die Anerkennung sozialer Vielfalt. Streitkräfte können daher ihren Auftrag nur dann legitim und wirkungsvoll erfüllen, wenn Männer und Frauen gleichermaßen in ihnen vertreten sind – und zwar nicht nur formal, nicht nur als Quote, schon gar nicht als Alibi, sondern tatsächlich und gleichwertig.

Sicherheit ist ein gemeinschaftliches Gut, Sicherheit entsteht nicht aus dem Beitrag einiger weniger, sondern aus der Kraft der Gemeinschaft. Die Vielfalt an Perspektiven, Erfahrungen und Fähigkeiten, die Frauen und Männer mitbringen, macht Streitkräfte stärker, nicht schwächer – dies können wir (wenn wir den Eingangssatz so verstanden haben und leben) eindrucksvoll erleben, in allen Dienststellen, in allen Uniformfarben, in allen Organisationsbereichen. Die möglicherweise unterschiedlichen Herangehensweisen in Stresssituationen, in Kommunikations- und Führungsstilen sowie positiv spürbar variierende Problemlösestrategien erweitern und verbessern die Handlungsmöglichkeiten unserer militärischen Organisation erheblich.

Weiter: Aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen und hybride Angriffe erfordern ein breites Spektrum an Kompetenzen, das – da bin ich fest davon überzeugt – nur durch Geschlechtervielfalt gewährleistet werden kann.

Der für mich entscheidende Punkt aber ist und bleibt die Menschenwürde. Sie verlangt, dass jeder Mensch, jede Person als selbstbestimmtes Individuum, als Persönlichkeit, anerkannt und respektiert wird. Das bedeutet wiederrum, dass niemand aufgrund seines Geschlechts von bestimmten Tätigkeiten ausgeschlossen werden darf – weder von militärischen Führungspositionen noch von anspruchsvollen Einsatzbereichen. Da dies unser Leitbild, unser Versprechen, unser Eid ist (siehe Prämisse) ist,  gilt es – diesem auch folgend – ein Umfeld zu schaffen, in dem alle Beteiligten ihre Fähigkeiten entfalten können. Dazu gehören faire Zugangschancen, transparente Karrierewege, wirksame Schutzmechanismen gegen Diskriminierung und sexuelle Belästigung sowie unbedingt eine Kultur des Respekts und der gegenseitigen Wertschätzung.

Gleichberechtigte Gemeinsamkeit ist daher auch keine abstrakte Idee oder Ideal, sondern eine Voraussetzung für Funktionsfähigkeit, auch von Streitkräften. Und es ist ein starkes Zeichen nach außen: Eine Armee, die Frauen, alle Geschlechter als gleichwertig anerkennt, setzt ein klares Zeichen: Sie verteidigt nicht nur ihr Land, sondern auch die Werte, die dieses Land definieren.

Angesichts der aktuellen Debatte über eine Wehrpflicht oder Gemeinschaftspflichten müssen diese Gedanken allerdings in der Gesellschaft selbst auch verstanden und gelebt werden. Streitkräfte sind ein Spiegel der Gesellschaft, aus der sie kommen und die sie schützen. Eine demokratische Gesellschaft, in der Gleichberechtigung verfassungsrechtlich garantiert ist, muss sich dies auch in ihren Institutionen, auch in den für alle gültigen Rechten und Pflichten widerspiegeln – insbesondere in solchen, die unmittelbar mit Macht, Autorität und Verantwortung verbunden sind.

Nochmal: ich glaube Streitkräfte funktionieren am besten und am glaubwürdigsten, wenn Frauen und Männer gleichberechtigt gemeinsam in ihnen dienen. Sie verkörpern dann gleichermaßen Stärke und Humanität, Professionalität und Respekt, Einsatzbereitschaft und Würde. Dies ist eben nicht nur ein Vorteil, sondern eben unabdingbar, um den Auftrag der Streitkräfte im Verständnis unseres Eides zu erfüllen.

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